Ich erzähle mich nicht. Ich bin hier.
Ich habe lange geglaubt, dass ich mich erklären muss. Dass Nähe entsteht,
wenn man genug sagt. Aber manches bleibt, auch ohne Worte.
Hier ist kein Ort, den man erreicht. Hier ist kein Ankommen, mit Fahne und
Beweis. Hier ist das Dazwischen, in dem ich aufgehört habe, mich selbst zu
übersetzen.
Ich bin hier mit dem, was sichtbar ist. Und mit dem, was sich nicht zeigen will.
Mit Narben, die keine Geschichte mehr brauchen. Mit Gedanken, die nicht zu
Ende gesprochen werden müssen. Hier bedeutet nicht Ruhe.
Hier bedeutet Halt.
Nicht, weil alles still ist, sondern weil ich nicht mehr gehe, wenn es wackelt.
Ich habe gelernt, dass Anwesenheit kein Versprechen ist. Sie ist eine Entscheidung,
die jeden Tag neu getroffen wird. Nicht laut. Nicht groß. Einfach da.
ich erzähle mich nicht, um verstanden zu werden. Ich bin hier, weil ich
aufgehört habe, mich zu verstecken.