Nicht alles, was getragen wird, gehört mir.
Ich habe Lasten übernommen, die nicht nach mir gefragt haben. Sie waren einfach da.
Schwer. Unnachgiebig. Wie etwas, dass man nicht ablegt, sondern das sich auf einen setzt.
Lange habe ich funktioniert. Getragen. Weitergemacht. Ausgehalten.
Nicht aus Stärke. Sondern, weil Aufhören keine Option war.
Last ist kein Symbol. Last ist Gewicht. Sie drückt auf den Körper, zieht in die Gedanken und bleibt, auch wenn man schläft.
Ich habe gelernt, dass Tragen nicht bedeutet, alles zu behalten. Dass Durchhalten kein Beweis ist. Und dass nicht jede Last mir gehört, nur weil ich sie lange genug
getragen habe.
Heute prüfe ich härter.
Was meine Verantwortung- und was eine Überforderung ist.